Der Urdenbacher Altrhein – ein Erfolgskonzept

Seit der Deichöffnung übertreffen die eingetretenen Entwicklungen der Altrheinaue in der Urdenbacher Kämpe alle Erwartungen:

Landschaft

Der Altrhein hat seine natürliche Aue zurückerobert und kann sich wieder ungehindert ausbreiten. Er fließt auf 2,3 km Länge sehr langsam, flach, ausgedehnt und in großer Breite (50 Meter und mehr) dem Rhein zu. Damit wandelt sich die Landschaft und es entsteht ein Mosaik aus Wasser, Röhricht und Weidenwald. Inzwischen hat sich eine lebendige, artenreiche Auenlandschaft entwickelt. An tieferen Stellen im Gelände sind flache Niederungsgewässer mit Sand- und Schlammbänken entstanden und diverse Wasserpflanzen haben sich angesiedelt.


Fauna

Die Anzahl der Grün- und Grasfrösche hat deutlich zugenommen. Bei den Libellen und Fischen sind erste Anzeichen für eine Verbesserung der Lebensbedingungen festzustellen. Schleie, Hecht finden hier neue Laichplätze. Die Bestände des Steinbeißers haben sich vervielfacht. Auch die Zahl der Brutvogelarten hat zugenommen.

Besonders erfreulich: seltene Wasservogelarten haben profitiert, wie der Nachtreiher, Wasserralle, Blassralle, Teichhuhn und Zwergtaucher. Die Fläche, die diesen Arten als Brutplatz zur Verfügung steht, hat sich deutlich vergrößert und die Vögel nutzen dieses Angebot direkt. Vielleicht kommen auch irgendwann der Weißstorch und die Rohrdommel als Brutvögel wieder zurück.


Flora

Die Wiesen stehen jetzt nach Starkregen häufiger unter Wasser. Hier werden Teilbereiche zukünftig nicht mehr regelmäßig gemäht werden können. An den Stellen dehnt sich Schilf und Röhricht mit Sumpfschwertlilie, Sumpfkresse, Kuckuckslicktnelke, Mädesüß, Nickender Zweizahn und Baldrian aus.

Einzelne Bäume, wie Birke und Pappeln sterben ab, da es ihnen dauerhaft zu feucht wird. Die Reisquecke bevorzugt schlammige Ufer. Sie ist nach Jahrzehnten wieder aufgetaucht.

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