Moorschnucken in der Hildener Heide

Seit Mittwoch 7. Juli sind die beliebten Vierbeiner wieder in der Hildener Heide. Die Schafherde wird sich eine Woche lang an den Sträuchern, Kräutern und jungen Trieben der Moor- und Heidelandschaft satt fressen. So betreibt sie ganz nebenbei wertvolle Landschaftspflege.

Die naturschutzfachlich äußerst wertvollen Heideflächen rund um den Hildener Sandberg sind im Kreis Mettmann einzigartig und werden seit dem Jahr 2002 durch eine Wanderschafherde der Schäferei Eikermann gepflegt.

Die Schäferin zieht Jahr für Jahr vom Rhein aus durch die Gebiete der Bergischen Heideterrasse, Further Moor, Ohligser Heide und Hildener Heide. Sie verweilt im Juli und September jeweils für ungefähr eine Woche in Hilden. Die Wanderschafherde besteht aus etwa 300 Moorschnucken ‒ einer sehr kleinen, hornlosen Schafrasse ‒ und etwa 20 Ziegen. Sie wird tagsüber durch die Schäferin mit Hütehunden gehütet und übernachtet in einem Pferch.

AmSonntag, den 11. Juli gab es zwei Vorführungen, bei der die Arbeit der Wanderschäferin live und hautnah miterlebt werden konnte. Sie trieb die Herde mit Hilfe ihrer Hütehunde zusammen und berichtete von ihrem Beruf als Schäferin. Insgesamt waren etwa 150 interessierte Kinder und Erwachsene dabei, die neugierige Fragen stellten und die außergewöhnliche und beruhigende Atmosphäre der grasenden Schafherde genossen.

So erfuhren sie auch, dass das Leben der Schafherde nicht immer einfach und unbeschwert ist. In den vergangenen Jahren kam es insbesondere am Hildener Sandberg trotz entsprechender Pressemitteilungen und Beschilderungen regelmäßig zu Übergriffen von freilaufenden Hunden, die wiederholt Schafe gerissen und schwer verletzt haben. Eine Lösung für diesen Konflikt kann es nur geben, wenn Menschen, Schafe und Hunde lernen respektvoll miteinander umzugehen. Das erfordert natürlich, dass die Hunde in der Nähe der Schafe und innerhalb des Naturschutzsgebiets an die Leine genommen werden.

Wärend der Schafebeweidung sind ehrenamtliche Mitarbeiter*innen der Biologischen Station Haus Bürgel vor Ort, die Spaziergänger*innen und Hundehalter*innen auf die Anwesenheit der Schafe sowie die temporär gesperrten Wege hinweisen und bei der Suche nach Alternativrouten behilflich sind.

 

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